MINT aktuell – Entwicklungen, Impulse, Einordnungen
Unter MINT aktuell greifen wir Entwicklungen auf, die für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik in Schule und Lehrkräftebildung relevant sind.
Wir berichten über neue Projekte, Studien, Materialien, Fortbildungsangebote und bildungspolitische Entwicklungen – und fragen dabei immer auch: Was bedeutet das für guten MINT-Unterricht?
Die Beiträge sollen informieren, einordnen und Anregungen für die Praxis geben. Im Mittelpunkt stehen Themen, die Unterricht weiterbringen, fachliche Diskussionen anregen und den Austausch zwischen Schule, Lehrkräftebildung und Wissenschaft fördern.
Neue APO-GOSt in NRW – mehr Möglichkeiten für MINT, neue Herausforderungen für Schulen
Mit der neuen Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die gymnasiale Oberstufe verändert Nordrhein-Westfalen die Oberstufe deutlich. Zu den wichtigsten Neuerungen gehören ein fünftes Abiturfach, verbindlich verankerte Projektkurse und neue Formen der Leistungsüberprüfung.
Für die MINT-Fächer eröffnen sich damit interessante Möglichkeiten.
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QuaMath 2026/27 – Mathematikunterricht gemeinsam weiterentwickeln
Mit dem Schuljahr 2026/27 startet die dritte Kohorte von Schulen im bundesweiten QuaMath-Programm. Damit wächst ein Netzwerk weiter, das Mathematikunterricht nicht mit einzelnen Methoden oder kurzfristigen Maßnahmen verbessern will, sondern auf langfristige, wissenschaftsbasierte Unterrichtsentwicklung setzt.
Für den MNU ist dieser Ansatz besonders interessant: QuaMath verbindet fachliche und fachdidaktische Qualität mit professioneller Zusammenarbeit von Lehrkräften – innerhalb der Schulen und in schulübergreifenden Netzwerken.
Die Leitfrage ist dabei ebenso einfach wie anspruchsvoll:
Wie kann Mathematikunterricht so weiterentwickelt werden, dass möglichst viele Schülerinnen und Schüler mathematische Zusammenhänge verstehen, tragfähige Vorstellungen entwickeln und zunehmend selbstständig mathematisch denken?
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KI im MINT-Unterricht – Urteilsvermögen wird wichtiger, nicht überflüssiger
Künstliche Intelligenz ist im Unterricht angekommen. Damit verschiebt sich die Diskussion. Die entscheidende Frage lautet nicht mehr, ob KI in Schule und Unterricht genutzt wird, sondern wie sie eingesetzt wird und was ihr Einsatz für fachliches Lernen bedeutet.
Die Bildungsministerkonferenz formuliert inzwischen ausdrücklich einen konstruktiv-kritischen Umgang mit KI als Ziel schulischer Bildungsprozesse. Sie verbindet damit Fragen der Didaktik, der Prüfungskultur, der Professionalisierung von Lehrkräften, der rechtlichen Rahmenbedingungen und der Chancengerechtigkeit. Zugleich betont sie, dass Schülerinnen und Schüler Kompetenzen erwerben müssen, um in einer zunehmend von KI geprägten Welt mündig handeln zu können.
Auch für die MINT-Fächer stellt sich deshalb eine grundsätzliche Frage:
Welche Bildung brauchen Menschen, um KI sinnvoll nutzen und ihre Ergebnisse beurteilen zu können?
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Bildungsbericht 2026 – Die Basiskompetenzen bleiben eine zentrale Aufgabe
Der Bildungsbericht 2026 zeichnet für die mathematischen Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern ein deutliches Bild: Die Leistungen im Sekundarbereich I sind weiter zurückgegangen. Nach den im Bericht aufgegriffenen Ergebnissen des IQB-Bildungstrends 2024 ist der bundesweite Kompetenzmittelwert in Mathematik gesunken; knapp ein Viertel der Jugendlichen verfehlt inzwischen den Mindeststandard für den Mittleren Schulabschluss.
Besonders auffällig für uns in Nordrhein-Westfalen: Im Ländervergleich weist NRW seit 2018 mit einem Rückgang um 34 Kompetenzpunkte den stärksten Leistungsabfall auf.
Dabei geht es nicht nur um die leistungsschwächeren Schülerinnen und Schüler. Der Bildungsbericht beschreibt Kompetenzrückgänge über alle Leistungsniveaus hinweg. Gleichzeitig nehmen soziale Disparitäten weiterhin erheblichen Einfluss auf die Kompetenzentwicklung. Hinzu kommt, dass das fachbezogene Interesse und das Selbstkonzept im Fach Mathematik zurückgehen und Schülerinnen und Schüler die Qualität des Unterrichts zunehmend kritischer einschätzen.
Kontakt
MNU Landesverband Nordrhein
Landesverband Nordrhein des Deutschen Vereins zur Förderung des mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts e. V.
Geschäftsstelle
Carsten M. Petermann (Geschäftsführer)
Registergericht
- Telefon
- 0160 1630251
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Inhaltlich verantwortlich nach §55 (2) RStV
Reinhard Schmidt
MNU-Landesvorsitzender Nordrhein
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